Johannes Heinecke: Curriculum Vitæ

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Aktuelles

Seit Mitte 1999 arbeite ich als Computerlinguist in der Gruppe Langues Naturelles der Orange Labs (France Télécom R&D) in Lannion (Bretagne). Dort beschäftige ich mich unter anderem mit Semantik und Ontologien in der Sprachverarbeitung. Ein Teil der Ergebnisse dieser Arbeiten sind in die IST Projekte wie Multilingual Knowledge Based European Electronic Market Place (MKBEEM) und aceMedia eingeflossen.

Weiterhin bin ich an der Konzeption und Implementation der entsprechenden Software beteiligt, die in einigen Angeboten von France Telecom laufen.

Trotz meiner industriellen Ausrichtung meiner Forschungen, habe ich meine rein linguistischen Arbeiten weitergeführt (s. Publikationen).

1997-1999

Seit Anfang 1997 war ich in den DFG-Projekten Resourcenbeschränkte Analyse gesprochener Sprache (DAWAI) und TeLex am Lehrstuhl Computerlinguistik des Instituts für deutsche Sprache der Humboldt-Universität Berlin beschäftigt.

Im DAWAI-Projekt stand besonders die Entwicklung einer an der Dependenzgrammatik orientierten, robusten Syntax- und Semantikkomponente für das Deutsche im Vordergrund. Diese Grammatik ergab auch im Falle syntaktisch oder semantisch fehlerhafter Eingabesätze eine richtige Analyse.

In der Textlexikalische Datenbank (TeLex) werden Verben des Deutschen, semantisch dekomponiert, bearbeitet.

1994-1996

Von 1994 bis Ende 1996 habe ich an dem Verbundprojekt Verbmobil mitgearbeitet, in dessen Rahmen an der Humboldt Universität (Institut für deutsche Sprache und Linguistik, Lehrstuhl für Computerlinguistik) das Kernlexikon zur syntaktischen und semantischen Analyse erstellt sowie Tools zur Lexikonakquisition bzw. -verwaltung entwickelt worden sind.

Dissertation

In der Berliner Zeit ist auch meine Doktorarbeit Temporal Deixis in Welsh and Breton entstanden, die ich im Sommer 1998 erfolgreich an der Universität Potsdam verteidigte. Meine Dissertation ist inzwischen im Universitätsverlag Carl Winter, Heidelberg (ISBN: 3-8253-0922-3) veröffentlicht.

vor 1994

Im Sommersemester 1993 war ich vertretungsweise wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sprachwissenschaftlichen Seminar der Universität Heidelberg.

Wärend meines Studiums habe ich über mehrere Jahre am Wissenschaftlichen Zentrum der IBM in Heidelberg im Projekt zur Spracherkennung mitgearbeitet.

Studium

Ich habe Allgemeine Sprachwissenschaft, Semitistik und Germanistik an den Universitäten Bonn und Heidelberg studiert. 1989/1990 war ich ein Jahr lang an der University of Wales in Bangor um mich mit Theoretical Linguistics und Walisische Sprachwissenschaft zu beschäftigt. Im März 1993 habe ich mein Studium erfolgreich an der Universität Heidelberg mit dem Magister Artium abgeschlossen.

Publikationen

Seit dem Abschluß meines Magister Artiums sind zahlreicher Publikationen entstanden.

Wissenschaftliches Interesse

Mein sprachwissenschaftliches Interesse gilt zum einen den P-Keltischen Sprachen (Walisisch, Bretonisch und (das ausgestorbene) Kornisch (siehe auch Studienhaus für keltische Sprachen und Kulturen)) mit einem Schwerpunkt auf dem Walisischen, zum anderen der Zeitstufen/Tempus; Aspekt/Aspektformen Problematik. Diese Problematik war auch das Thema meiner Dissertation. Zur Zeit arbeite ich auch an einigen typologischen Fragestellungen.

Weiterhin arbeite ich an einer Teilgruppe der Nord-Ost-Kaukasischen Sprachen, nämlich den Naxischen Sprachen (Tschetschenisch, Inguschisch und Batsisch). Hier liegt der Schwerpunkt auf dem Tschetschenischen.

Musik

Musik sei ein grenzüberschreitende Sprache, heißt es. Dem kann ich nur zustimmen. Seit ich denken kann, mache ich Musik, sei es in kleinen oder großen Chören oder mit dem Cello in diversen Orchestern.


Letzte Änderung am 3. November 2000 (jhe)